Die Geschichte der Wipprohrfalle

Wir waren schon immer begeisterte Fangjäger, seit 1995 betreuen wir ein 900 ha großes Eigenjagdrevier. Erst arbeiten wir in dem Revier nur mit selbstgebauten Kastenfallen und Abzugseisen in Bunkern.

Ab 1999 fingen wir an in dem Revier Rohrfallen der Bauart Amman und Spittler aufzustellen um damit den Mardern, Füchsen und sonstigem Raubwild nachzustellen. Dieses klappte auch ganz gut.


Da wir alles gefangene Wild in unseren Aufzeichnungen gut analysieren konnten,  stellten wir fest, dass z.B. die Fuchsstrecke nur ein kleiner Anteil war. Das bei allen Wildarten es sich 90% Rüden handelte und es ganz wenig richtig  „Alte“ waren.

2004 Im Winter hatten wir das Gefühl, die Strecken gehen immer weiter zurück. Der Schnee den wir in den Jahren zuvor nicht so hatten zeigte uns dann dass aber noch genug Raubwild da ist. Die Köder  waren an, um und sogar oft in das Rohrfallen gut angenommen, doch die Fallen lösten nicht aus. Der Schnee verriet sie aber,  wie sie in die Fallen gingen, den Köder der lose in der Falle lag entnahmen,   aber nicht den Auslöser betätigten und das meistens von der anderen Seite nochmal machten.

Damit begann man zu Grübeln was tun, den festgebunden Köder nehmen sie nicht, den losen ja,  aber den Auslöser berühren sie auch nicht.

Und somit entstand über Nacht unsere Wipprohrfalle.

In Gedanken war die Wipprohrfalle damit  schon fertig, doch der Bau des Prototypen war gar nicht so einfach.

Denn es gab ja ein paar Dinge zu beachten.

-          Der Auslöser muss zwar leicht gehen aber auch nicht zu fein.

-         Der Auslöser sollte eben eine Wippe sein.

-         Der Aufbau der Falle darf nicht Tage in Anspruch nehmen.

-         Die Kosten sollten im Rahmen bleiben.

-         Falle muss zu sichern gehen.

-         Die Entnahme des gefangenen Tieres und das Aufstellen muss von für eine Person zu schaffen sein.

-         Eigentlich sollte es nur eine Falle für unser Revier sein.

Ja und so sah er aus der erste Prototyp der Wipprohrfalle Modell Dose
Bild "Wipprohrfalle:image001.jpg"


Die Falle war in zwei Teilen gebaut, ein linkes und ein rechtes Teil, denn das war uns schon klar dass man die Rohre sonst nicht rein bekommt. Wir hatten uns eine Schraubverbindung in der Mitte eingebaut. Die Wippe sah damals ganz anders aus, sie musste noch am Rohr angeschraubt werden.

Bild "Wipprohrfalle:image002.jpg"


Testweise bauten wir  im Sommer  an unseren beiden besten Fangplätzen zwei  der  Fallen des „Modell  Amman“ ab und stellten  die Wipprohrfalle dort hin. Ab dem Herbst machten wir ernst und die Fallen wurden fängisch gestellt, nach kurzer Zeit hatten wir schon unseren ersten Fuchs in der Falle. Ein starker Rüde. Zufall ? Nein denn nur 5 Tage später in der gleichen Falle eine Fähe, und was sich später heraus stellte es war schon eine des Älteren Jahrgang.

Bild "Wipprohrfalle:image003.jpg"


Gesamtbilanz der ersten Saison  in den beiden Wipprohrfalle:  6 Füchse, 9 Marder , 6 Iltisse und 5 Dachse.

Diese Ergebnisse machten schnell die Runde. Die Nachbarreviere fragten an ob wir denen nicht auch welche bauen können. Nachdem wir das denn getan hatten kam die Frage vom Landesjagdverband wollt ihr damit nicht in Serie gehen?

Damit entstand der Serienbau der Wipprohrfalle“ Modell Dose „

Nachdem im März 2007 die Zeitschrift der Jäger zum ersten mal einen Bericht über die Wipprohrfalle gedruckt hat kamen die ersten Bestellungen aus ganz Deutschland und auch die ersten aus Österreich.

Nun war der nächste Schritt getan, aber wie lösen wir den Versand? Die Fallen waren zwar super aber Sperrig. Die Spedition wollte 65 € pro Falle. Damit die ersten Kunden nicht wieder abspringen, haben wir bis zu einer höheren Bestellmenge gewartet und die Fallen mit Auto und Anhänger quer durch Deutschland selber verteilt. Und damit wurde die Falle verbreitet und die Erfolge stellten sich schnell ein und es sprach sich ganz schnell rum, weitere Werbung war nicht nötig.

Bis heute hat sich die Falle sehr stark verändert, aber an dem Auslöseprinzip und damit verbunden Fangerfolge haben wir nichts geändert.

Es hat folgende Veränderungen gegeben:

-         Falle ist nicht mehr lackiert sondern verzinkt.

-         Die Wippe ist größer geworden und muss nicht mehr am Rohr verschraubt werden.

-         Aus zwei sperrigen Teilen sind 5 kleinere Teile geworden.

-         Die Wippe hat Anschlagbegrenzung nach links und rechts

-         Es gibt nur noch eine Falle für alle Rohrdurchmesser

-         Die Verbinder für die einzelnen Teile haben Langlöcher, damit auf die unterschiedlichen Rohrlängen  die Gesamtlänge eingestellt werden kann.

-         Die Wippe ist in der Mitte fixiert, damit sie nicht hin und her rutscht.

-         Durch die Teilung der Teile kann die Falle mit den üblichen Paketdiensten versendet werden.



Das ist die Geschichte über die Wipprohrfalle Modell Dose.


Bild "Wipprohrfalle:image004.jpg"